10 Jahre Wilfried Pawlik

10 Jahre Wilfried Pawlik, so das Motto des Frühjahrskonzertes des Musikvereins Oberweier, das am vergangenen Samstagabend in der vollbesetzten Waldsaumhalle stattfand.

1. Vorstand Rolf Strobel begrüßte die große Zuhörerschaft unter ihnen Ortsvorsteher Robert Seemann und Ehrendirigent Willi Müller. Bevor das Seniorenorchester auf die Bühne durfte, kam das Jugendorchester an die Reihe und gefiel unter der Stabführung von Michael Strobel durch gekonntes Spiel. Ohne große Nervosität musizierten sich Evi Gattner, Sarah Maisch, Philipp Hennhöfer, Bastian Lipsky, Maren Bohling, Tabea Hesselschwerdt, Tobias Brill und Gregor Simon in die Herzen der Zuhörer. Karin Anger übergab im Auftrag des CDU Ortsverbandes Oberweier einen Scheck aus den Mitteln des Pfennigbasars e.V. an Jugendleiterin Melanie Heinzler mit dem Wunsch die Jugend weiterhin so vorbildlich zu fördern und zu unterstützen. Eingehüllt in Nebelschwaden, erschien Dirigent Wilfried Pawlik auf der Bühne, um das erste Stück „Zarathustra“ aufzuführen. Dimitri Schostakowitsch, geboren in Petersburg, schrieb unter anderem zwei Jazz-Suiten mit dem Titel „Second Waltz“. Marcel Maisch, ein junger Saxophonist durfte dabei den Solopart im ersten Teil spielen, das er mit Bravour tat. Susanne Geiger führte wieder charmant durchs Programm, das mit der „Bohemian Rhapsodie“ seine Fortführung fand. Titel aus den sechziger Jahren sind im Stück „He ain‘t heavy“ verarbeitet. Hier brillierte Kerstin Eisele auf ihrem Altsaxophon und wurde mit viel Applaus bedacht. Nicht minder gut die beiden Soloposaunisten Michael Strobel und Daniel Wipfler in einem Stück von Herbert Ferstl mit dem Titel „T-Bones Dixie. Auch Ehrungen standen an diesem Abend an. Peter Günter, Alexander Tullius und Achim Weber wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft beim Musikverein Oberweier geehrt. Erinnerungen an die achtziger Jahre blühten wieder auf mit dem Musikstück „The Eighties“. Der „Florentiner Marsch“ von Julius Fucik beendete einen vergnüglichen ersten Teil eines Konzertes, das beim Publikum bestens ankam. „Dixieland Jamboree“ ein Stück von John Warrington in dem die Titel „Copenhagen“, „Basin Street Blues“ und „When the Saints go Marching in“ zusammengeführt wurden, war der Auftakt in den zweiten Teil des Konzertes. Manfred Dürr (Bass), Michael Strobel (Posaune), Sandra Gräbner (Trompete), Gereon Seemann (Klarinette) und Norbert Heinzler (Saxophon) übernahmen den Solopart in diesem Stück.

Jürgen Hübner, ein ehemaliger Kollege von Wilfried Pawlik, schrieb „Melodienreise“, ein mitreißendes Potpourie mit so bekannten Titeln wie „Goldfinger“, „Memory“ aus „Cats“ und vielen anderen. Mit viel Fingerspitzengefühl hat Wilfried Pawlik die schwierigen Passagen herausgearbeitet. „Carpenters in Concert“ ein weiterer Höhepunkt an diesem Konzertabend gefolgt vom legendären „St. Louis Blues March“ von William Christopher Handy. Dieser Titel wurde bereits 1914 veröffentlicht. Das letzte Musikstück „Birdland“ von Joe Zawinul begeisterte das Publikum nochmals, so dass die Kapelle ohne Zugaben nicht von der Bühne gelassen wurde.

Eine besondere Zugabe erwartete die Zuhörer mit Rock Trap, der Körper der Musikerinnen und Musiker Susanne Geiger, Michael und Manuela Strobel, Sandra Bohling, Thomas Heinzler, Albert Rübel, Gregor Simon und Philipp Boudier, als Klangkörper in Szene setzt.

Norbert Heinzler als rosafarbener Panther verkleidet, huschte durch den Saal und gefiel mit gekonntem Spiel auf seinem Tenorsaxophon. Als letzte Zugabe wurde das Badnerlied angestimmt und der ganze Saal sang lautstark mit. Es war ein gelungener Konzertabend, so die Meinung vieler Gäste, die immer wieder fasziniert sind, dass eine kleine Kapelle wie Oberweier einen Konzertabend dieser Güte auf die Beine stellt.